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Abschluss

 

In diesem Bereich finden Sie die so genannten Vorbehaltsaufgaben eines Steuerberaters, d.h. Aufgaben, die durch gesetzliche Bestimmungen allein dem Steuerberater vorbehalten sind. Der Grund hierfür liegt wohl zu Recht in unserem sehr umfangreichen Steuerrecht und den vielen Änderungen, die jedes Jahr in Kraft treten und deren Kenntnis der Gesetzgeber voraussetzt. Viele Wahlrechte sind hier auszuüben, d.h. hier legt man beispielsweise die Abschreibungsart fest, die Bewertung des Vorratsvermögens und der Forderungen, bildet Rückstellungen u.v.a.. Diese Wahlrechte und Bewertungsspielräume haben entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis und die zu zahlenden Steuern.

Einnahmen - Überschuss - Rechnung

Eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG wird für Freiberufler und kleine Gewerbetreibende erstellt. Im Gegensatz zur Bilanzierung, mit der Versteuerung der erzielten Jahresleistung, erfolgt hier lediglich die Versteuerung der vereinnahmten Umsätze abzüglich getätigter Ausgaben. Das heißt, hier wird die tatsächliche Leistungskraft versteuert.

Eröffnungsbilanz, Jahresabschluss und Anhang

Bilanzen werden für eingetragene Kaufleute, Handelsgesellschaften und juristische Personen erstellt. Sie werden für viele verschiedene Zwecke gebraucht, wobei der bekannteste Verwendungszweck der Jahresabschluss ist. Die Bilanz wird dabei mit einer Gewinn- und Verlustrechnung zum Geschäftsjahresende erstellt und für bestimmte Unternehmen (GmbH, UG, AG, GmbH & CO. KG) zusätzlich mit einem Anhang und evt. einem Lagebericht versehen. Das Ganze wird als Jahresabschluss bezeichnet und kann durch einen Bericht ergänzt werden, in dem zusätzliche Erläuterungen enthalten sind.

Eine Eröffnungsbilanz wird auf das Gründungsdatum von Kapitalgesellschaften erstellt und ist mit dem Fragebogen des Finanzamtes zum Beginn der wirtschaftlichen Tätigkeit dem Finanzamt vorzulegen.

Auf Wunsch reichen wir Ihre Jahresabschlüsse in elektronischer Form beim elektronischen Handelsregister ein. Dort werden sie je nach Unternehmensgröße entweder veröffentlicht oder hinterlegt. Damit Sie nicht zuviel von Ihrem Unternehmen der Konkurrenz preisgeben, ist es wichtig, nur die absolut notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Zwischenabschlüsse und Auseinandersetzungsbilanzen

Zwischenabschlüsse werden Anlassbezogen zu einem bestimmten Datum innerhalb des Wirtschaftsjahres erstellt. Sie sind in bestimmten Situationen, wie bei einem evt. anstehenden Verkauf der Firma oder von Anteilen an einer Firma für alle bilanzierenden Unternehmen sinnvoll, um den momentanen Stand des Unternehmens darzustellen zu können.

Auseinandersetzungsbilanzen werden nur bei Gesellschafterwechsel in Personengesellschaften angefertigt und berücksichtigen Vorgaben bzgl. der Ermittlung des Auseinandersetzungsguthabens aus dem Gesellschaftsvertrag. Sie sind nicht an das Handels- oder Steuerrecht gebunden und werden sowohl im Geschäftsjahr, als auch zum Ende des Geschäftsjahres erstellt.

Liquidationsbilanzen

Wird eine Kapitalgesellschaft geschlossen, spricht man von einer Liquidation. In diesem Zusammenhang wird eine Schlussbilanz der aktiven Gesellschaft erstellt. Diese Schlussbilanz ist die Grundlage für die Liquidationseröffnungsbilanz und nach erfolgter Löschung im Handelsregister (Mindestliquidationszeitraum ist ein Jahr) wird die Liquidationsschlussbilanz mit den Steuererklärungen erstellt. Erst danach ist die Kapitalgesellschaft endgültig abgewickelt.